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Die Zeit



Warum gibt es an Ostern Eier?

OstereierHeute feiert man Ostern in aller Welt als das Fest der Auferstehung Christi. Aber eigentlich wurde Ostern schon viel früher gefeiert - lange, bevor sich das Christentum ausgebreitet hatte. Man feierte es als das Fest des Frühlingsanfangs. In christlicher Zeit legte man dann beide Feste zusammen. Wie aber kommt es, dass man zu Ostern Eier so schätzt? Nun, schon die Perser und Ägypter färbten Eier zum Fest, als Symbol für die Fruchtbarkeit und die Erneuerung der Natur. Ostern ist ja - wie der heidnische Frühlingsanfang - ein Fest der Erneuerung. Deshalb haben die Christen die Ostereier als Symbol für neues Leben und Fruchtbarkeit übernommen. Für die Christen der Frühzeit hatte die Eieresserei aber auch einen praktischen Hintergrund. Während der langen Fastenzeit die voranging, war es nämlich verboten Eier zu essen. Und als endlich Ostern kam, war der Appetit darauf besonders groß.Beschreibung: Ostereier

Es fragt sich schließlich, was der Osterhase bei diesem Fest zu suchen hat. Nun, auch er ist ein uraltes Symbol. In altägyptischen Legenden gibt es viele Zusammenhänge zwischen dem ungemein fruchtbaren Hasen und dem neu erwachenden Frühling. Der Hase und die Eier gehören insofern zusammen. Wer allerdings auf die Idee kam, dass der Hase die Ostereier legt - das weiß niemand mehr. Erwähnt wird er zum ersten Mal vom Medizinprofessor Georg Franck von Frankenau Ende des 17.Jahrhunderts. In seinem Buch „De ovis paschalibus“ („Von Ostereiern“) warnt er vor den gesundheitlichen Schäden, die der Verzehr von zu viel Ostereiern hervorrufen kann.

Allerdings wurde der Osterhase ein Exportschlager. Deutsche Auswanderer brachten ihn mit nach Amerika, wo er recht populär wurde – aber eher als „Easter Bunny“, also „Osterkaninchen“.

Und er hatte früher etliche Konkurrenten, unser Osterhase. In Böhmen legte ein Hahn die Ostereier, in Thüringen war es ein Storch. In der Schweiz kam der Kuckuck und in Teilen Westfalens war es gar der Osterfuchs.

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