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Luftfahrt



Jetzt baut man wieder Zeppeline

Luftschiffe sind große, länglich geformte, mit Gas gefüllte Luftballons. Sie haben Propellermotoren und ein Steuer. Damit können sie sich in der Luft fortbewegen wie ein Schiff im Wasser. Der deutsche Graf von Zeppelin entwickelte um das Jahr 1900 besonders zuverlässige Luftschiffe mit einem stabilen Leichtmetallgerüst. Die nannte man "Zeppeline". In Friedrichshafen am Bodensee wurden über hundert solche Luftschiffe gebaut.

Das Größte an einem Zeppelin war die riesige Hülle, die in vielen dichtverschlossenen Zellen das leichte Gas enthielt, das den Zeppelin fliegen ließ. Für die Passagiere, die Mannschaft und die Fracht war eine große, oft mehrstöckige Kanzel da, die - wie auch die Motoren - unten an der Hülle hing.

Ihre erste große Zeit hatten die Zeppeline zwischen 1910 und 1937. Sie flogen mit Fracht und Passagieren von Deutschland ans Mittelmeer, aber auch nach Nord- und Südamerika. Es gab Luxusluftschiffe wie die "Graf Zeppelin" oder die "Hindenburg". Beide waren über 235 Meter lang. Die Passagiere hatten allen Komfort in ihren Kabinen, auch kaltes und warmes Wasser. Mit 125 Stundenkilometern schwebten sie über den Atlantik.

Die Luftschiffahrt fand zunächst ein Ende, als 1937 die "Hindenburg" bei einer Landung im amerikanischen Lakehurst explodierte. Und dann kamen die Passagierflugzeuge auf, die natürlich viel schneller sind als ein Luftschiff. Doch gibt es auch heutzutage wieder Zeppeline. Manche fliegen mit Reklame herum, sind kleiner als die alten Luftschiffe, aber viel sicherer. Denn ihre Gasfüllung besteht aus nichtbrennbarem Helium. Andere, die neuerdings in der einstigen Zeppelin-Stadt Friedrichshafen gebaut werden, tragen die Bezeichnung "NT" (das bedeutet "Neue Technik"). Diese NT-Zeppeline befördern auch Passagiere. Ein Dutzend nehmen sie auf Rundflüge mit.

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