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Schifffahrt



Die Flaggensprache

Noch vor einigen Jahrzehnten war der Funkbetrieb längst nicht so verbreitet wie heute. Dennoch mußten Schiffe, die sich begegneten, Nachrichten austauschen können. Auf hoher See war das wichtig - noch wichtiger aber beim Manövrieren im oder am Hafen. Denn dort ging es eng zu. Man mußte wissen, was das andere Schiff vorhatte. Die Seeleute benutzten bunte Flaggen, um sich zu verständigen. Zu jeder dieser Flaggen gehört - auch heute noch - ein Buchstabe im Alphabet. Außerdem bedeutet jede Flagge (und jede Kombination mehrerer Flaggen - bis zu vier Stück) einen bestimmten, international festgelegten Satz. Diese Sätze sind in Handbüchern festgehalten.

Die Flagge mit dem Buchstaben Q besagt: "An Bord ist alles wohl", während W ausdrückt: "Wir brauchen einen Arzt!"

Flagge S informiert: "Meine Maschinen gehen volle Kraft zurück und E sagt aus: "Ich richte meinen Kurs nach Backbord". Die Kombination der Flaggen P und T bedeutet: "Wir brauchen einen Lotsen", D und Q zeigen an: "Feuer im Schiff!"

Wenn zwei Schiffe aneinander vorbeifuhren, mußte der eine Maat mit dem Fernrohr nachsehen, was drüben am Mast geflaggt war. Der andere schlug im Handbuch nach, was das bedeutete.

Auch heute noch haben altgediente Schiffsleute Spaß daran, sich mit Flaggen zu verständigen. Und Ihr könntet das auch - wenn Ihr einen Freund habt, der in Sichtweite wohnt. Ihr braucht nur auf Schreibpapier Flaggen zu malen, die nötigen Sätze abzusprechen und die Flaggen dann als Nachricht ins Fenster hängen.

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