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Pflanzen



Wie man an einem Baum die Lebensjahre zählt

Von einem Baum, der aufrecht im Walde steht, kann selbst der Förster nicht mit Sicherheit sagen, wie alt er ist. Sobald solch eine Buche oder Kiefer aber gefällt ist könnt auch Ihr schnell bestimmen, wie viel Jahre sie hinter sich hat.

Wie? Indem ihr die sogenannten "Jahresringe" zählt. Ein Baum wächst ja nicht nur in die Höhe, sondern er wird auch dicker. Jedes Jahr legt er sich während der Vegetationszeit — also im Sommer — unter der borkigen Rinde eine neue Haut zu. Diese Schichten sehen an einem durchgesägten Baumstamm so aus wie die Ringe auf einer Schießscheibe. Jeder dieser Ringe bedeutet ein Jahr.

Wer sich darauf versteht, kann an den Ringen sogar erkennen, ob es ein trockenes oder ein feuchtes Jahr war. In regenreichen Jahren wachsen die Bäume stärker; der Ring ist breiter. Bei den meisten Bäumen in unseren Wäldern, die in der Regel nicht länger als achtzig Jahre stehenbleiben, lassen sich die Ringe leicht zählen. Bei Eichen, die oft erheblich älter werden, ist es schon schwieriger. Und bei Bäumen, die viele hundert Jahre alt sind, liegen die Ringe sehr eng beisammen. Denkt nur an die Borsten-Kiefern, die in dreitausend Metern Höhe in der Sierra Nevada von Kalifornien stehen! Die sind zum Teil 4500 Jahre alt. Als sie zu wachsen begannen, hatte man in Mitteleuropa gerade entdeckt, dass man für Messer und Beile, statt zurechtgehauener Feuersteinstücke, auch Metall nehmen kann.

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Autor: Rolf Lohberg