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Kleidung



Von der Tierhaut zum Leder

Leder hat viele gute Eigenschaften. Es ist widerstandsfähig, geschmeidig und wasserundurchlässig. Deshalb werden daraus Schuhe und Mäntel, Taschen und Koffer, Möbel und Sättel angefertigt. Inzwischen kann man auch synthetisches Leder herstellen, aber echtes Leder gilt nach wie vor als sehr wertvoller Rohstoff.

Fast alle Tierhäute können zu Leder verarbeitet werden ­ von Rind, Schwein, Kalb, Schaf oder Ziege. Die Eskimos verarbeiten Robben- und Eisbärenfelle. Aus der Haut des Haifischs kann man Fischleder machen.

Um eine Tierhaut in Leder zu verwandeln, muß sie gegerbt werden, denn Tierhäute enthalten Wasser und würden ungegerbt nach und nach verfaulen. Vor dem eigentlichen Gerben müssen die Häute von den Haaren, Fleisch- und Fettresten gesäubert werden. Früher wurden sie mit einem Messer abgeschabt. Heute geht das einfacher, indem man die Häute in Fässer mit Kalk und Schwefelnatrium steckt. Die so vorbereitete Haut wird mit einem Gerbstoff behandelt, der das Faulen verhindert. Man benutzt Alaun, Formalin oder Chrom. Danach fettet man das Leder, damit es geschmeidig und wasserabweisend wird.


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Autor: Rolf Lohberg