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Chemie



Die kostbaren Diamanten

Diamanten kennt man als Schmuck. Aber auf einem anderen Gebiet sind sie viel wichtiger: in der Industrie. Dort ist der wertvolle Kristall fast zu einem Wunder-Werkstoff geworden. Diamanten bestehen aus Kohlenstoff und können nur unter gewaltigem Druck entstehen. Natürliche Diamanten brauchen dazu im Erdinnern Millionen von Jahren. 1954 gelang es, mit Hochdruckpressen künstliche Diamanten aus Kohlenstoff herzustellen. Die sind allerdings sehr klein und sehen eher wie grober Sand aus. Sie dienen wegen ihrer extremen Härte hauptsächlich als Schleifmittel.

Aber der Diamant hat noch andere Vorzüge: Er ist ein erstklassiger Wärmeleiter, besser als Kupfer und Silber. Und er ist chemisch sehr stabil. Das bedeutet, daß er unter normalen Bedingungen keine chemischen Verbindungen eingeht. Er ist unempfindlich gegen Laugen und Säuren, seine Wärmefestigkeit ist besser als die von Stahl. Erst ab 1100 Grad beginnt ein Diamant, sich zu zersetzen. Außerdem wirkt er als elektrischer Isolator. Wegen all dieser guten Eigenschaften sind künstliche Diamanten sehr nützlich für die Elektronikindustrie. Man hat sich neue Methoden ausgedacht, um sie herzustellen. Man züchtet sie. In mehreren Labors entstanden bereits hauchdünne Diamantfilme. Wie das aber vor sich geht, das wird sehr geheimgehalten.

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Autor: Rolf Lohberg