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Chemie



Die scheußlichen Rostflecken

Eisen rostet. Ein ungepflegtes Auto, der draußen vergessene Spaten, Eisenbahnschienen - alles überzieht sich mit braun-roten Flecken: dem Rost. Aber auch das Taschenmesser und der eiserne Kochtopf fürs Lagerfeuer bekommen Rostflecken. Die sind nicht schön. Man hat lange zu tun, bis der Rost wieder weggescheuert ist.

Was ist dieser Rost? Oxydiertes Eisen. Anders gesagt: Eisen, das mit dem Sauerstoff der Luft eine chemische Verbindung eingegangen ist. Aber warum gibt es dann Rostflecken? Warum rostet nicht alles gleichmäßig? Weil der Sauerstoff in der Luft allein noch nichts bewirkt. Auch Feuchtigkeit gehört dazu. Denn Wasser löst den Luftsauerstoff und bringt ihn eng mit dem Eisen zusammen. Deshalb rostet Eisen, wenn es naß wird. An den Rostflecken sind also Wassertropfen oder kleine Pfützen schuld. Das Wasser kann vom Regen kommen. Oder vom Putzen wenn man den Kochtopf nachher nicht richtig abgetrocknet hat.

Aber Eisen rostet auch ohne sichtbares Wasser. Denn überall in der Luft ist Wasserdampf. Zusammen mit bestimmten Salzen, die in winzigen Spuren vorhanden sind, reagiert auch er mit dem Eisen und dem Sauerstoff. So kommt es, daß eiserne Gegenstände auch dann rosten, wenn man überhaupt nichts vom Wasser merkt.

Während Eisen ein stabiles Metall ist, besteht Rost eigentlich nur aus Pulver. Deshalb ist er schädlich. Nicht weil er schmutzig aussieht, sondern weil durchs Rosten alle eisernen Gegenstände nach und nach zerfressen werden.

Eine dünne Rostschicht ist nicht schlimm. Die ist schnell abgescheuert. Aber sicher habt auch Ihr schon eiserne Gegenstände gesehen, die im Lauf der Jahre einfach durchgerostet sind. Man kann nichts mehr mit ihnen anfangen. Deshalb ist es klug, Eisengeräte nicht der Feuchtigkeit auszusetzen oder mit einem Anstrich gegen Rost zu schützen.

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Autor: Rolf Lohberg