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Chemie



Seife ohne Seife

Seit Hunderten von Jahren benutzen Menschen Seife als Reinigungsmittel. Früher kochte man einfach Soda oder Holzasche mit Ölen und Fetten. Das ergab eine Art Schmierseife. Daran hat sich bis heute nicht viel geändert. In jedem Stück Seife sind immer noch pflanzliche oder tierische Fette enthalten, außerdem sogenannte basische Chemikalien wie einst das Soda. Dazu kommen noch Farb- und Duftstoffe. Seife hat - wenn Ihr Euch damit wascht - die Aufgabe, Schmutz, Schweiß, Talg und abgestorbene Hautteilchen zu entfernen.

Zu häufiges Abseifen oder zu scharfe Seife ist gar nicht gesund. Das greift den Säureschutzmantel der Haut an. Der wirkt wie ein Desinfektionsmittel und schützt die Haut vor Bakterien. Die meisten Seifen sind so stark, daß der Säureschutzmantel zwei oder drei Stunden unwirksam wird, bis er sich von selbst wieder regeneriert hat. Bei empfindlicher Haut die dann so lange ohne Schutz ist, kann es zu Störungen kommen. Sie wird rauh, brennt und juckt. Deshalb wurden in den letzten Jahren viele "Syndets" entwickelt. Das sind sozusagen Seifen ohne Seife. Sie reinigen wie Seife, sind aber anders zusammengesetzt. Vor allem greifen sie den Säureschutzmantel der Haut nicht an.

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Autor: Rolf Lohberg