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Pflanzen



Pflanzen sind nicht wehrlos
Oberflächlich betrachtet sind Pflanzen sanfte und friedliche Zeitgenossen. Aber wenn man genauer hinsieht stellt man fest daß viele Pflanzen nicht so harmlos sind, wie sie scheinen. Heute kennt die Wissenschaft schon über 10000 Stoffe, mit denen sich Pflanzen gegen Artgenossen räuberische Insekten oder schmarotzende Pilze wehren können. Ganz oben auf der Waffenliste steht die "chemische Keule". Das sind die körpereigenen Gifte der einzelnen Pflanzen, die ganz unterschiedlich eingesetzt werden. Manche Speisepilze und Gurken produzieren ihr Gift gegen böse Angreifer erst im Augenblick des Angriffs. Die Platane - ein bis zu 40 Meter hoher Laubbaum - plant etwas längerfristig. Ihre Blätter sondern einen Saft ab, der den gesamten Boden unter ihr vergiftet. Auf der so bearbeiteten Fläche wächst nicht einmal mehr ein Grashalm. Manche Pflanzen sind so raffiniert, daß sie durch ein Sekret ihren Nährstoffgehalt heruntersetzen können, um damit böse Raupen abzuschrecken, weil die ohne die Nährstoffe der Pflanze nicht weiterleben können. So macht es zum Beispiel die Eiche. Doch funktioniert das nicht perfekt. Die Schwammspinnerraupen haben nämlich entdeckt, daß dieses Sekret der Eichenblätter sie vor lebensbedrohenden Viren schützt. Sie kommen deshalb ganz gern zu den Eichen.
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Autor: Rolf Lohberg