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Pflanzen



Wie man im Dschungel Kaugummi erntet

Wißt Ihr schon, daß Kaugummi auf Bäumen wächst? Nein? Nun, ganz so ist es ja auch nicht. Aber: Kaugummi wird tatsächlich aus Bäumen gewonnen. Und zwar aus dem Saft des Sapotillbaums. Der wächst im Dschungel von Mittelamerika und kann bis zu 20 Meter hoch werden. Um den Saft zu gewinnen, steigen Arbeiter auf die Bäume und bringen entlang des Stammes lange Schnitte an. Daraus sickert ein milchig-weißer Saft. Der wird in Eimern aufgefangen. Noch im Wald wird der Saft in großen Töpfen gekocht, bis er zäh und gummiartig ist.

Diese Masse nennt man "Chicle". Wenn sie abgekühlt ist, wird sie zu Kuchen geformt, die etwa so groß wie Kopfkissen sind. Die werden auf Schiffen in die Kaugummifabriken nach Nordamerika gebracht.

Dort wird das Chicle noch einmal gekocht. Dann rühren Spezialmaschinen Zucker sowie Geschmacksstoffe hinein und kneten die Masse wie einen Teig. Den rollt man dann aus und zerschneidet ihn in kleine Stücke - fertig sind die Kaugummis.

Auch Bubble-Gum, mit dem man Blasen machen kann, wird aus Chicle hergestellt. Allerdings wird eine besondere Knetmasse dazugerührt, die man künstlich herstellt. Sie ist weich und elastisch. Ihr Vorteil: Sie läßt sich zu einer sehr dünnen Haut ausdehnen, ohne zu zerreißen. Deshalb kann man mit manchen Kaugummis Blasen machen, mit anderen aber nicht.

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Autor: Rolf Lohberg